Treffen im Rahmen der dghd2020

Wie auch im Jahr 2019 soll die Jahrestagung der dghd genutzt werden, um sich für einen kurzen Workshop zu treffen.

Das Treffen wird am Dienstag, 10. März 2020, ab 14 Uhr an der Freien Universität Berlin stattfinden (Informationen zum Ort).
Der Raum wird kurzfristig über das Programm der dghd2020 bekannt gegeben. Eine Teilnahme am Treffen ist auch ohne eine Teilnahme an der dghd2020 möglich.

Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme per E-Mail an Tobias R. Ortelt an.

Workshop an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Auf Einladung von Prof. Marco Winzker und Andrea Schwandt fand am 22. Oktober 2019, ein Workshop der Community Working Group „Remote-Labore in Deutschland“ statt. Zwölf Teilnehmende nahmen am Treffen teil und diskutierten verschiedene Aspekte, wie die Einteilung von Remote-Laboren nach Verfügbarkeit und Zugriffsmöglichkeit.

Teilnehmend während des Workshops (Foto: Aysegül Yasari (H-BRS))

Intensiv wurde diskutiert, ob Remote-Labore als Open Educational Resources (OER) angeboten werden können. Dabei stand die Frage im Raum, wer die Kosten für die Experimente übernimmt, wenn User auf die Remote-Labore zugreifen.

Abschließend wurden Kategorien erarbeitet, um die verschiedenen Remote-Labore der beteiligten Hochschulen auf dieser Webseite sichtbar zu machen.

Besonders schön war die Tatsache, dass Frau Professorin Iris Groß, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Weiterbildung, sich kurz Zeit genommen hat mit den Teilnehmenden zu diskutieren, wie Hochschulleitungen die Entwicklung und Implementierung von Remote-Laboren unterstützen können.

Teilnehmende und Prof. Iris Groß (Foto: Aysegül Yasari (H-BRS))

Save the date:
Das nächste Treffen der Community Working Group wird am 10. März 2020 im Rahmen der dghd2020 stattfinden.

Treffen im Rahmen der HFDcon

Am 21. Oktober 2019 veranstaltet das Hochschulforum Digitalisierung die HFDcon in Bonn.

Am 22. Oktober 2019 trifft sich die Community Working Group an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Das Treffen beginnt um 9:30 Uhr.

Das Treffen findet im Raum H 210 am Campus Sankt Augustin der HRS statt.

Für das Treffen ist folgende Agenda geplant:

  • 9:30 Uhr:         Eintreffen der Teilnehmenden
  • 10:00 Uhr:       Begrüßung und Einführung
  • 10:30 Uhr:       Updates an den einzelnen Standorten
  • 12:30 Uhr:       Mittagspause
  • 13:30 Uhr:       Workshop – Themen werden vor Ort geklärt werden
  • 15:30 Uhr:       Ende

Interessierte wenden sich für eine Anmeldung bitte an Tobias R. Ortelt.

Expertenworkshop – Dezember 2018

Die im Herbst 2018 gegründete Community Working Group „Remote-Labore in Deutschland“ hat sich zum Ziel gesetzt, die in Deutschland vorhandenen Remote-Labore bekannter zu machen und miteinander zu vernetzen.

Man begreift nur, was man selbst machen kann, und man faßt [sic] nur, was man selbst hervorbringen kann.

Johann Wolfgang von Goethe

Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist auch nach über 200 Jahren noch gültig und ist vielleicht heute sogar noch wichtiger, da die Verknüpfung von Theorie und Praxis in den Kontexten digitaler Prozesse und deren Übertragung auf die Realität besonders wichtig und herausfordernd ist. Eine Möglichkeit zur Verknüpfung von Theorie und Praxis im Kontext von Digitalisierung sind sogenannte Remote-Labore, welche zunehmend auch in der ingenieurwissenschaftlichen Lehre Anwendung finden. Dabei können Lernende über das Internet auf reale Experimentiereinrichtungen zeit- und ortsunabhängig zugreifen und experimentieren.

Die folgende Abbildung zeigt den konzeptionellen (technischen) Aufbau eines Remote-Labors. Die User können mit einem PC oder einem vergleichbaren System (1) über einen Web-Server (2) auf das Experiment (4) zugreifen, dieses konfigurieren und steuern. Häufig ermöglicht eine Kamera (3) die Beobachtung des Experiments. Abschließend erfolgt z.B. der Download der generierten Messdaten. Die Bandbreite von Remote-Laboren reicht dabei von eng vorkonfigurierten Experimenten bis hin zu Lösungen, welche durch eine Vielzahl frei bestimmbarer Parameter ein nahezu freies Experimentieren für die Lernenden möglich machen– also der genaue Gegensatz zu einem linearen Video auf YouTube.

Technischer Aufbau eines Remote-Labors
Neben (vereinfacht)

Neben der reinen technischen Entwicklung der Remote-Labore ist auch die (fach-) didaktische Perspektive nicht zu vernachlässigen. Nur wenn technisch gut entwickelte Remote-Labore didaktisch und methodisch sinnvoll in Vorlesungen, Übungen oder Online-Kurse integriert werden, ist ein Mehrwert für Lernende gegeben. Daher ist der Austausch zwischen der Entwicklungsperspektive auf der einen und der Ingenieurdidaktik auf der anderen Seite besonders wichtig. Die Community Working Group „Remote-Labore in Deutschland“ versucht diese bisher bestehende Lücke zu schließen. Es fand daher am 17. und 18. Dezember 2018 ein Experten-Workshop statt. Neben den deutschen Expertinnen und Experten von insgesamt 15 Hochschulen und einem Fraunhofer-Institut präsentierten zwei international Experten ihre Arbeiten zu Remote-Laboren. Im Folgenden werden die Ergebnisse der beiden Tage kurz zusammengefasst.

Beteiligte Standorte der Community Working Group

Tag 1

Der erste Tag stand unter dem Zeichen „Kennenlernen“. In einem ersten Schritt haben sich die einzelnen Expertinnen und Experten und die jeweiligen Projekte vorgestellt. Am Nachmittag erfolgten dann beiden Talks der internationalen Experten. Dominik May, Assistant Professor – University of Georgia, College of Engineering, Engineering Education Transformations Institute (EETI), sprach in seinem Talk „Internationalisierung durch Remote Labore am Beispiel des MMT – Master of Science in Manufacturing Technology an der TU Dortmund“ über die Möglichkeiten von Remote-Laboren zur Internationalisierung der Lehre. Pablo Orduña, CEO von LabsLand, blickte in seinem Talk „LabsLand – experiment for real“ auf die technische Perspektive von Remote-Laboren. Im Anschluss ergab sich eine lebendige Diskussion und nach einer kurzen Feedback-Runde wurde der Austausch bei einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt.

Tag 2:

Der zweite Tag gliederte sich in verschiedene Arbeitsphasen. Zum einen haben sich Kleingruppen zu den Themen „Evaluation von Remote-Laboren“ und „Technische Frameworks für die Implementierung von Remote-Laboren“ zusammengefunden und ausgetauscht. Zum anderen wurden in weiteren Kleingruppen mögliche Produkte der Community Working Group definiert. Hier stellte sich heraus, dass die didaktische Entwicklung nicht immer parallel zur technischen Entwicklung berücksichtigt wird. Daher zeigte es sich als großer Mehrwert, dass die Kleingruppen interdisziplinär gearbeitet haben.

Gruppenfoto der Expertinnen und Experten

Fazit des Experten-Workshops

Es kann ohne Zweifel festgehalten werden, dass der Experten-Workshop im Dezember 2018 ein voller Erfolg war. Dank des Hochschulforums Digitalisierung haben sich zum ersten Mal Akteurinnen und Akteure im Bereich der Remote-Labore aus Deutschland getroffen. Die hohe Anzahl an Teilnehmenden war selbst für das Kernteam überraschend und zeigt, das Remote-Labore schon jetzt einen sinnvollen Beitrag zur Digitalisierung darstellen. Allerdings werden die Remote-Labore oftmals noch individuell entwickelt und eingesetzt. Daher werden die Aktivitäten der Community Working Group vor allem im Sinne der Vernetzung der Remote-Labore fortgesetzt. Auf der Seite www.remote-labore.de sind nun erstmalig die in Deutschland agierenden Akteurinnen und Akteure sichtbar.

Nächstes Treffen

Das nächste Treffen der Community Working Group findet schon am 5. März 2019 von 14 Uhr bis 18 Uhr an der Universität Leipzig im Rahmen der 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik statt. Interessierte sind zu diesem Treffen, auch ohne Teilnahme an der Jahrestagung, herzlich eingeladen. Bitte eine kurze Anmeldung per E-Mail an tobias.ortelt@tu-dortmund.de.